Rauminstallation für
DIE WALKÜRE, III. Akt



Skall in
DAS RHEINGOLD



Performance
SIEGFRIED, III. Akt



Rauminstallation für
GÖTTERDÄMMERUNG, III. Akt

Richard Wagner
Der Ring des Nibelungen
Abenteuer in Stereo

Zyklische Operninstallation von Berthold Schneider und Veronika Witte
staatsbankberlin, 10. bis 19. September 2003

10. September: Das Rheingold; 11. September: Die Walküre, I. Akt; 12. September: Die Walküre, II: Akt; 13. September: Die Walküre, III. Akt; 14. September: Siegfried, I. Akt; 15. September: Siegfried, II. Akt; 16. September: Siegfried, III. Akt; 17. September: Götterdämmerung, I. Akt; 18. September: Götterdämmerung, II. Akt; 19. September: Götterdämmerung, III. Akt

 

Konzeption

Mit der Staatsbank-Produktion von “Der RIng des Nibelungen” unternahm zum ersten Mal eine Freie Theatergruppe das Wagnis, Wagners Tetralogie in voller Länge auf die Bühne zu bringen. Insgesamt 15 Stunden Musik und Handlung wurden in einer Serie von zehn aufeinander folgenden Abenden präsentiert, wobei jeder Abend einem Akt des Zyklus’ gewidmet war. Gleichermaßen ungewöhnlich war die Art, wie die Musik zu hören war: “Der Ring” wurde ausschließlich in Form von Tonträgern aus über 100 Jahren Aufnahmegeschichte gespielt. Dabei wurde jeder Tonträger auf dem historisch richtigen Abspielgerät wiedergegeben - vom Walzengrammophon bis zum Internet-Livestream. Dementsprechend stellte das Projekt auch ein Kaleidoskop von 100 Jahren Aufführungspraxis und Aufnahmegeschichte dar.

 

Installation

Szenisch stand die Kooperation von Bildenden Künstlern, Musikern, Wissenschaftlern und Theaterschaffenden im Zentrum. Zu jedem Akt wurde eine eigene, thematisch auf das Geschehen der Handlung bezogene Installation realisiert. Die Performances der beteiligten Akteure deuteten den Inhalt der Oper aus und stellten die Handlung in ein Spanungsverhältnis zu unserer Gegenwart. Für den Raum entwarf die Bildende Künstlerin Veronika Witte ein ca. 300qm großes Podest, das im Großen Saal der staatsbankberlin ein neues Zwischengeschoss schuf. Auf und unter diesem Podest entstanden Räume, die Darsteller und Zuschauer gemeinsam nutzten. Der “hängende Raum” des Zwischengeschosses erwies sich als ideale Metapher für die Grundthese der Aufführungsserie: Das private Hören im öffentlichen Raum möglich zu machen.

 

Das Team

Berthold Schneider - Idee und Inszenierung
Veronika Witte - Rauminstallation
Felix Gonzales-Torres - Installation „Untitled“ 1993 (Courtesy Sammlung Hoffmann)
Aleks Kolkowski - Historische Aufnahmen, Performance
Skall - Performance
Claus van Bebber - Record-Concert
Christian Thorau - Musikwissenschaftlicher Vortrag
Heidrun Barth - Gebärdensprache/Performance
Uli Krauss - Koch-Installation (Galerie Zagreus Projekt)
Margareth Kammerer - Performance
Rainer Grönhagen - Licht Design
Jack Rath,Claudia Kochsmeier - Video Design
Annette Bott - Video Dokumentation
Anke Eckhardt und Andre Oertel - Sound Design
Ludger Orlok - Production Manager, k3 berlin - Public Relations
milchhof:atelier - Grafik Design
und viele andere...


Kooperationspartner
Deutsches Musikarchiv, KSUI Radio (Iowa, USA), radiokampagne.de

 

Gefördert durch den Hauptstadkulturfonds

 

Die Abende in der Staatsbank, bunt und erregend, stellen das Hörverhalten in Frage. (die tageszeitung)